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    Schlussrede

    Die Schlussreden sind die jeweils letzten Reden der Regierung und der Opposition. Sie fassen die Debatte aus der jeweiligen Perspektive zusammen und sollen das Publikum für die jeweilige Seite "einpeitschen". Daher auch die englische Bezeichnung "whip".

    Wichtigste Vorgabe des Schlussredners ist es, keien neuen Argumente einzubringen, da die Gegenseite nicht mehr die Gelegenheit hat diese zu erwidern. Da allerdings auf bereits dagewesene Argumente zurückgegriffen werden darf sind die Grenzen schwimmend, und durch geübte Redner dehnbar.

    Aufbau

    Ausgangspunkt der Schlussrede ist der sog. "Clash", also der Wertgegensatz, welches der Debatte zu Grunde liegt. Ein socher Clash ist z.B. Freiheit gegen Sicherheit, Individualismus gegen Kollektivismus oder LIberalismus gegen Reglementierung.

    Ausgehend von diesem Clash wird gezeigt, warum die eigene Seite für die wichtigeren Werte einstand. Teilen sich beide Seiten einen universell anerkannten Wert, etwa das Kindeswohl, wird gezeigt warum durch die eigene Seite dieses Wert besser gewahrt wurde.

    Die Schluss- bzw. Whip-Rede ist die emotionalste Rede der Fraktion. Sie soll die Debatte abstrahieren und auf eine neue Ebene heben, nicht aber chronologisch wiedergeben.
    "Erst sagten wir, dann sagtet ihr, daraufhin sagten wir…" wäre ein klassisch chronologischer, aber gänzlich uninteressanter Aufbau.

    Besonderheiten im BPS

    Im BPS-Format halten die letzten (also zweiten) Redner der eröffnenden Fraktionen keine Schlussrede, schließlich geht die Debatte nach ihnen noch weiter. Die Schlussreden werden von den jeweils letzten Rednern der schließenden Fraktionen gehalten.

    Diese haben die besondere Aufgabe die Debatte dahingehend zusammen zu fassen, dass

    1. Die eigene Seite (Regierung oder Opposition) die besseren Argumente hatte,
    2. die eröffnende Fraktion der eigenen Seite zwar gut war (Dolchstoßverbot), aber
    3. die eigene Schlussfraktion dennoch die wichtigsten Argumente zur Debatte beitrug.

    Größten Fehler

    Wie in jeder Rednerrolle gibt es auch hier kapitale Fehler, die den Sieg kosten können. Zumeist besteht die Gefahr darin, aus der Rednerrolle zu fallen und in den Debattenverlauf einzugreiffen.
    Solche Fehler sind:

    1. Dolchstoß.
    2. Exzessives Anführen neuer Argumente.
    3. Antrags-Nachdefinition oder Antragskritik.
    /home/www/web476/html/uploads/dokuwiki/pages/schlussrede.txt · Zuletzt geändert: 2011/02/19 02:00
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